Eine Nummer » rund um die Uhr » an 365 Tagen » 112

Follow us!

Blog Archiv

Spatenstich in Wernberg-Köblitz

Unser Neubau der ILS Oberpfalz-Nord geht in die Umsetzung

Mit dem offiziellen Spatenstich in Wernberg-Köblitz hat für uns als Integrierte Leitstelle Oberpfalz-Nord ein neues Kapitel begonnen. Was lange geplant, abgestimmt und vorbereitet wurde, wird nun Schritt für Schritt sichtbar: In der Daimlerstraße entsteht unser neuer gemeinsamer Standort.

Der Spatenstich ist für uns weit mehr als ein symbolischer Akt. Er markiert den Übergang von der Planungsphase in die Bauphase und damit den Start für eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr in der Nordoberpfalz.

Künftig werden an unserem neuen Standort die Notrufe und Alarmierungen für die Landkreise Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab, Schwandorf und Tirschenreuth sowie für die kreisfreien Städte Amberg und Weiden gebündelt. Damit entsteht in Wernberg-Köblitz die künftig größte Flächenleitstelle Bayerns. Zuständig sind wir dann für rund 510.000 Menschen in der gesamten Oberpfalz-Nord.

Unser Neubau ist ein klares Bekenntnis zur Sicherheit in unserer Region. Denn eine moderne Leitstelle ist viel mehr als ein Gebäude mit Technik. Sie ist die zentrale Stelle, an der im Notfall die ersten entscheidenden Sekunden beginnen. Hier werden Notrufe angenommen, Einsatzkräfte alarmiert, Lagen bewertet und Hilfe koordiniert. Rund um die Uhr. An 365 Tagen im Jahr.

Dass dieses Projekt weit über Wernberg-Köblitz hinaus Bedeutung hat, zeigte auch die politische Präsenz beim Spatenstich. Mit dabei waren unter anderem der Verbandsvorsitzende Landrat Thomas Ebeling, Tirschenreuths Landrat Roland Grillmeier, Wernberg-Köblitz’ Bürgermeister Konrad Kiener, Bürgermeister Lothar Höher, Benjamin Zeitler sowie Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny. Ihre Anwesenheit machte deutlich: Der Neubau unserer ILS ist kein einzelnes Bauvorhaben einer Kommune, sondern ein gemeinsames Zukunftsprojekt für die gesamte Oberpfalz-Nord.

Das Projektvolumen liegt bei rund 41 Millionen Euro. Eine Zahl, die zunächst abstrakt klingt. Zum Vergleich: Mit dieser Summe ließen sich, je nach Bauweise, Ausstattung und Grundstückskosten, ungefähr 60 bis 80 Einfamilienhäuser errichten. In Wernberg-Köblitz entsteht dafür ein Gebäude, das künftig für die Sicherheit von rund 510.000 Menschen in unserer Region eine zentrale Rolle spielt.

Mit dem Neubau führen wir unsere bisherigen Betriebsstätten in Amberg und Weiden an einem gemeinsamen Standort zusammen. Das schafft kurze Wege, ein gemeinsames Arbeitsumfeld und moderne Strukturen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gleichzeitig bietet das neue Gebäude Raum für die Anforderungen der kommenden Jahre: moderne Leitstellentechnik, sichere Betriebsabläufe, Ausfallsicherheit, Schulung, Verwaltung und eine noch engere Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen.

Denn die Anforderungen an Leitstellen steigen stetig. Die Zahl und Komplexität von Einsätzen nimmt zu. Digitale Systeme entwickeln sich weiter. Lagen werden vernetzter, dynamischer und anspruchsvoller. Umso wichtiger ist ein Standort, der nicht nur den heutigen Bedarf erfüllt, sondern auch für die kommenden Jahrzehnte ausgelegt ist.

Der Standort in Wernberg-Köblitz ist dabei bewusst gewählt. Zentral gelegen und verkehrsgünstig angebunden, wird er künftig zu einem wichtigen Drehkreuz für die Einsatzkoordination in der gesamten Nordoberpfalz. Von hier aus werden Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Bergrettung, Wasserrettung und weitere Partner im Einsatzfall koordiniert und unterstützt.

Bis zur geplanten Inbetriebnahme liegt noch viel Arbeit vor uns. Doch mit dem Spatenstich ist ein entscheidender Schritt geschafft. Aus Plänen wird Baustelle. Aus Entwürfen wird Realität. Und aus einer gemeinsamen Vision entsteht ein Standort, der die Sicherheitsarchitektur unserer Region für Jahrzehnte prägen wird.

Weitere Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie zum Spatenstich.


Telenotarzt im Bereich der ILS Oberpfalz-Nord gestartet

Seit Ende Mai ist der Telenotarzt im Bereich der Integrierten Leitstelle Oberpfalz-Nord offiziell im Einsatz. Damit wurde die Notfallrettung in der Region um ein modernes, digitales und zusätzliches Einsatzmittel erweitert. Ziel ist es, die Rettungsdienstbesatzungen vor Ort schnell und unkompliziert mit notärztlicher Expertise zu unterstützen. Der Telenotarzt ersetzt dabei nicht den Notarzt vor Ort, sondern ergänzt das bestehende boden- und luftgebundene Notarztsystem. Über moderne Kommunikationstechnik können Rettungsdienstkräfte direkt aus dem Einsatz heraus ärztliche Unterstützung hinzuziehen. Der Telenotarzt kann beraten, medizinische Maßnahmen begleiten, Medikamentengaben delegieren und Transporte unterstützen.

38 Rettungswagen im Bereich der ILS Oberpfalz-Nord ausgestattet

Im Bereich der ILS Oberpfalz-Nord sind derzeit 38 Rettungswagen entsprechend ausgestattet. Sie verteilen sich auf die Landkreise Schwandorf, Neustadt an der Waldnaab, Amberg-Sulzbach und Tirschenreuth sowie auf die kreisfreien Städte Weiden und Amberg. Geschulte Besatzungen, die auf einem Telenotarztfähigen Rettungswagen im Einsatz sind, können den Telenotarzt über die Integrierte Leitstelle Oberpfalz-Nord anfordern und regulär nutzen. Das ist unter anderem möglich bei medizinischen Rückfragen, zur Medikamentendelegation, zur Unterstützung bei Entscheidungen oder zur fachlichen Begleitung während eines Transports.

Erster Einsatz bereits am Starttag

Der erste Telenotarzteinsatz im Bereich der ILS Oberpfalz-Nord ließ nicht lange auf sich warten. Bereits am Starttag wurde der Telenotarzt um 10.41 Uhr zu einem internistischen Einsatz im Bereich Tirschenreuth eingebunden. Betreut wird die ILS Oberpfalz-Nord vom Telenotarztstandort Ost in Bogen (Niederbayern. Von dort aus werden neben der Oberpfalz-Nord auch die Rettungsdienstbereiche Regensburg, Landshut, Passau, Straubing, Region Ingolstadt, Rosenheim und Traunstein versorgt. Zuständig für den Betrieb der Telenotarztzentrale ist die RKT Rettungsdienst gGmbH.

Sinnvolle Ergänzung für die Notfallrettung

„Mit dem Start des Telenotarztes setzen wir einen wichtigen Schritt für eine zukunftsfähige Notfallrettung in unserer Region“, erklärt der stellvertretende Geschäftsleiter Rudolf Niegl. „Wir schaffen damit keine Konkurrenz zum bewährten Notarztsystem, sondern eine sinnvolle Ergänzung. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das im besten Fall schnellere medizinische Entscheidungssicherheit und eine noch engere fachliche Begleitung der Einsatzkräfte vor Ort.“ Auch der kommissarische Leitstellenleiter Robert Schmid sieht im Telenotarzt einen Gewinn für die tägliche Einsatzpraxis: „Unsere Disponentinnen und Disponenten in den Betriebsstätten Amberg und Weiden der ILS Oberpfalz-Nord bekommen mit dem Telenotarzt ein zusätzliches, hochqualifiziertes Einsatzmittel an die Hand. Entscheidend bleibt immer die konkrete Lage im Einsatz. Dort, wo der Telenotarzt passend eingesetzt werden kann, unterstützt er Entscheidungen, verkürzt Wege und stärkt die Versorgungskette vom Notruf bis zur Klinik.“ Pressesprecher Jürgen Meyer betont: „Der Telenotarzt zeigt, wie moderne Technik den Rettungsdienst sinnvoll unterstützen kann. Gerade in einer Flächenregion wie der Oberpfalz-Nord zählt jede Minute. Wenn ärztliche Expertise schneller verfügbar wird, profitieren davon am Ende vor allem die Menschen, die in einer Notlage Hilfe brauchen.“

Teil des bayernweiten Ausbaus

Der Telenotarzt ist Teil des bayernweiten Ausbaus eines ergänzenden telemedizinischen Systems im Rettungsdienst. Er soll helfen, das arztfreie Intervall zu verkürzen, die Ressource Notarzt gezielter einzusetzen und Rettungsdienstpersonal in unklaren oder komplexen Situationen zusätzlich zu unterstützen. Für die ILS Oberpfalz-Nord ist der Start des Telenotarztes ein weiterer Baustein für eine moderne, leistungsfähige und patientenorientierte Notfallrettung.

Der Notarzt vor Ort bleibt weiterhin unverzichtbar. Der Telenotarzt ergänzt dieses System dort, wo digitale ärztliche Unterstützung schnell, sicher und wirksam helfen kann.


Silvester- und Neujahrsbilanz 2025/2026

Weiden/Amberg, 1. Januar 2026 – Zum Jahreswechsel 2025/2026 war die Integrierte Leitstelle (ILS) Oberpfalz-Nord erneut stark gefordert. Im gesamten Zuständigkeitsbereich – den Landkreisen Schwandorf, Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab und Tirschenreuth sowie den kreisfreien Städten Amberg und Weiden – gingen zahlreiche Notrufe ein. Insgesamt disponierten die Betriebsstätten Weiden und Amberg in der Silvesternacht und der Neujahrsnacht 365 Einsätze für Rettungsdienst und Feuerwehr. Damit bewegte sich die Einsatzlage insgesamt auf einem mit dem Vorjahr vergleichbaren Niveau.

Den größten Anteil machte erneut der Rettungsdienst aus, der mit 308 Einsätzen stark gefordert war. Hinzu kamen 46 Brandeinsätze sowie 11 Einsätze der Feuerwehr zur technischen Hilfeleistung. Auffällig war insbesondere im Bereich der Betriebsstätte Weiden eine Zunahme der Brandeinsätze gegenüber dem Vorjahr.

Der erste Notruf nach Mitternacht ging um 00:05 Uhr zu einem neurologischen Notfall in Wiesau ein. Kurz darauf folgte bereits der erste typische Silvestereinsatz: In Weiden geriet ein Balkon in Brand, der noch vor Eintreffen der Feuerwehr durch Anwohner mit einem Feuerlöscher gelöscht werden konnte. Die Feuerwehr wurde zur Kontrolle und Brandnachschau alarmiert.

Im weiteren Verlauf der Nacht kam es vor allem im Bereich Weiden zu zahlreichen, teils umfangreichen Brandeinsätzen. Gegen 03:15 Uhr gerieten eine Garage und eine Pergola in Brand, die Flammen griffen dabei auf ein angrenzendes Wohnhaus über. Verletzt wurde niemand, das Technische Hilfswerk unterstützte mit Sicherungsmaßnahmen an Türen und Fenstern. In Moosbach entzündete sich eine Papiertonne in einem Holzschuppen, das Feuer griff auf den Dachstuhl über. Weitere Einsätze betrafen Garagen- und Carportbrände, unter anderem in Neusorg, wo zeitweise die Gefahr eines Übergreifens auf ein Wohnhaus bestand. Hinzu kamen zahlreiche Brände von Mülltonnen und Abfalleimern sowie Gartenhütten und Holzunterständen in mehreren Gemeinden des Leitstellenbereichs.

Parallel dazu war der Rettungsdienst durch eine Vielzahl medizinischer Notfälle gefordert. Das Einsatzspektrum reichte von Stürzen und Kopfplatzwunden bis hin zu schweren Erkrankungen. Mehrfach mussten alkoholintoxikierte Personen versorgt werden, darunter auch Jugendliche, teils in bewusstlosem Zustand. Zudem wurden unter anderem eine Tablettenintoxikation, eine Schlägerei sowie Verletzungen durch Feuerwerkskörper registriert. Verkehrsunfälle beschäftigten die Einsatzkräfte ebenfalls, darunter ein Unfall bei Poppenreuth mit drei Verletzten. Ein eher ungewöhnlicher, aber nicht untypischer Silvestereinsatz ereignete sich in Neustadt an der Waldnaab, wo ein stark alkoholisierter Mann aus einem Kreisverkehr geholt werden musste.

Besonders herausfordernd waren mehrere Reanimationen, bei denen die ILS Oberpfalz-Nord intensiv gefordert war. Darunter befand sich auch die Reanimation eines Neugeborenen sowie eine erfolgreiche Telefonreanimation, bei der durch gezielte Anleitung des Disponenten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden konnten.

Auch im Bereich der Betriebsstätte Amberg war die Silvesternacht von zahlreichen Einsätzen geprägt. Der erste Notruf ging hier bereits um 00:03 Uhr ein, nachdem sich eine Frau durch eine fehlgeleitete Rakete schwer am Finger verletzt hatte. Mehrere Brandeinsätze, unter anderem ein Zimmerbrand in Poppenricht sowie ein Balkonbrand in Teublitz, ausgelöst durch einen Feuerwerkskörper, folgten. Darüber hinaus rückten die Feuerwehren zu brennenden Hecken im Stadtgebiet Amberg sowie in umliegenden Städten wie Sulzbach-Rosenberg und Theuern aus. Weitere Einsätze betrafen brennende Mülltonnen, Papiercontainer und Abfalleimer.

Unterm Strich zieht die ILS Oberpfalz-Nord eine Bilanz mit konstant hoher Einsatzbelastung, vielen parallel eingehenden Notrufen und hohem Koordinationsaufwand. „Trotz des hohen Tempos, mehrerer gleichzeitiger Einsatzlagen und teils emotionaler Notrufe behielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle jederzeit den Überblick und disponierten die erforderlichen Einsatzkräfte schnell, ruhig und professionell.“ fasst die Leitung der ILS Oberpfalz-Nord den ereignisreichsten Tag des Jahres zusammen.


Neue Zeiten für Probealarme ab 1. September 2025

Viele Bürgerinnen und Bürger kennen es seit Jahren: Einmal in der Woche brummen die Pager, einmal im Monat heulen die Sirenen. Diese regelmäßigen Probealarme sind wichtig, damit im Ernstfall alles reibungslos funktioniert und die Einsatzkräfte zuverlässig alarmiert werden können.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, werden die Zeiten für diese Probealarme nun angepasst. Die Integrierte Leitstelle (ILS) Oberpfalz-Nord wurde vom Bayerischen Innenministerium beauftragt, die Abläufe zu ändern. Grund dafür sind technische Kapazitäten: Wenn zu viele Pager oder Sirenen gleichzeitig getestet werden, kann es zu Überschneidungen kommen. Durch die neue Zeiteinteilung werden die Systeme entlastet und die Funktionsfähigkeit langfristig gesichert.

Mit dieser Information möchten wir Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, rechtzeitig informieren. So wissen Sie, warum Sirenen oder Pager künftig zu einer anderen Uhrzeit als bisher ausgelöst werden – und dass es sich dabei nicht um eine Gefahrensituation handelt, sondern um eine geplante Überprüfung.

Neue Zeiten im Bereich Amberg

Pager-Probe:

  • Stadt Amberg: freitags um 18:00 Uhr
  • Landkreis Schwandorf: freitags um 18:15 Uhr
  • Landkreis Amberg-Sulzbach: freitags um 18:30 Uhr

Sirenen-Probe:

  • Stadt Amberg: entfällt
  • Landkreis Schwandorf: weiterhin am 1. Samstag im Monat um 12:00 Uhr
  • Landkreis Amberg-Sulzbach: weiterhin am 1. Mittwoch im Monat um 12:00 Uhr

Neue Zeiten im Bereich Weiden

Pager-Probe:

  • Stadt Weiden: samstags um 11:15 Uhr
  • Landkreis Neustadt/WN: samstags um 11:30 Uhr
  • Landkreis Tirschenreuth: samstags um 11:45 Uhr

Sirenen-Probe:

  • Stadt Weiden: 1. Samstag im Monat um 13:00 Uhr
  • Landkreis Neustadt/WN: 1. Samstag im Monat um 13:15 Uhr
  • Landkreis Tirschenreuth: 1. Samstag im Monat um 13:30 Uhr

Hinweis für die Bevölkerung

Die Probealarme sind und bleiben reine technische Tests. Sie dienen ausschließlich der Funktionsprüfung der Alarmierungssysteme. Ein Sirenenheulen oder Pager-Signal zu diesen Zeiten bedeutet also keinen Einsatzfall – es besteht keinerlei Grund zur Sorge.

Pressesprecher Jürgen Meyer fasst zusammen: „Die neuen Zeiten sorgen für eine klare Struktur und entlasten unsere Systeme. Für die Feuerwehren in Amberg, Schwandorf, Amberg-Sulzbach, Weiden, Neustadt/WN und Tirschenreuth wird die Alarmierung so verlässlicher. Für die Bevölkerung ist entscheidend: Wenn Sirenen oder Pager jetzt zu anderen Uhrzeiten losgehen, ist das kein Notfall, sondern ein geplanter Test.