Unser Neubau der ILS Oberpfalz-Nord geht in die Umsetzung
Mit dem offiziellen Spatenstich in Wernberg-Köblitz hat für uns als Integrierte Leitstelle Oberpfalz-Nord ein neues Kapitel begonnen. Was lange geplant, abgestimmt und vorbereitet wurde, wird nun Schritt für Schritt sichtbar: In der Daimlerstraße entsteht unser neuer gemeinsamer Standort.

Der Spatenstich ist für uns weit mehr als ein symbolischer Akt. Er markiert den Übergang von der Planungsphase in die Bauphase und damit den Start für eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr in der Nordoberpfalz.
Künftig werden an unserem neuen Standort die Notrufe und Alarmierungen für die Landkreise Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab, Schwandorf und Tirschenreuth sowie für die kreisfreien Städte Amberg und Weiden gebündelt. Damit entsteht in Wernberg-Köblitz die künftig größte Flächenleitstelle Bayerns. Zuständig sind wir dann für rund 510.000 Menschen in der gesamten Oberpfalz-Nord.

Unser Neubau ist ein klares Bekenntnis zur Sicherheit in unserer Region. Denn eine moderne Leitstelle ist viel mehr als ein Gebäude mit Technik. Sie ist die zentrale Stelle, an der im Notfall die ersten entscheidenden Sekunden beginnen. Hier werden Notrufe angenommen, Einsatzkräfte alarmiert, Lagen bewertet und Hilfe koordiniert. Rund um die Uhr. An 365 Tagen im Jahr.
Dass dieses Projekt weit über Wernberg-Köblitz hinaus Bedeutung hat, zeigte auch die politische Präsenz beim Spatenstich. Mit dabei waren unter anderem der Verbandsvorsitzende Landrat Thomas Ebeling, Tirschenreuths Landrat Roland Grillmeier, Wernberg-Köblitz’ Bürgermeister Konrad Kiener, Bürgermeister Lothar Höher, Benjamin Zeitler sowie Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny. Ihre Anwesenheit machte deutlich: Der Neubau unserer ILS ist kein einzelnes Bauvorhaben einer Kommune, sondern ein gemeinsames Zukunftsprojekt für die gesamte Oberpfalz-Nord.
Das Projektvolumen liegt bei rund 41 Millionen Euro. Eine Zahl, die zunächst abstrakt klingt. Zum Vergleich: Mit dieser Summe ließen sich, je nach Bauweise, Ausstattung und Grundstückskosten, ungefähr 60 bis 80 Einfamilienhäuser errichten. In Wernberg-Köblitz entsteht dafür ein Gebäude, das künftig für die Sicherheit von rund 510.000 Menschen in unserer Region eine zentrale Rolle spielt.
Mit dem Neubau führen wir unsere bisherigen Betriebsstätten in Amberg und Weiden an einem gemeinsamen Standort zusammen. Das schafft kurze Wege, ein gemeinsames Arbeitsumfeld und moderne Strukturen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gleichzeitig bietet das neue Gebäude Raum für die Anforderungen der kommenden Jahre: moderne Leitstellentechnik, sichere Betriebsabläufe, Ausfallsicherheit, Schulung, Verwaltung und eine noch engere Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen.
Denn die Anforderungen an Leitstellen steigen stetig. Die Zahl und Komplexität von Einsätzen nimmt zu. Digitale Systeme entwickeln sich weiter. Lagen werden vernetzter, dynamischer und anspruchsvoller. Umso wichtiger ist ein Standort, der nicht nur den heutigen Bedarf erfüllt, sondern auch für die kommenden Jahrzehnte ausgelegt ist.
Der Standort in Wernberg-Köblitz ist dabei bewusst gewählt. Zentral gelegen und verkehrsgünstig angebunden, wird er künftig zu einem wichtigen Drehkreuz für die Einsatzkoordination in der gesamten Nordoberpfalz. Von hier aus werden Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Bergrettung, Wasserrettung und weitere Partner im Einsatzfall koordiniert und unterstützt.

Bis zur geplanten Inbetriebnahme liegt noch viel Arbeit vor uns. Doch mit dem Spatenstich ist ein entscheidender Schritt geschafft. Aus Plänen wird Baustelle. Aus Entwürfen wird Realität. Und aus einer gemeinsamen Vision entsteht ein Standort, der die Sicherheitsarchitektur unserer Region für Jahrzehnte prägen wird.
Weitere Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie zum Spatenstich.